Der Schwangerschaftsverlauf und das “ewige” warten auf das Baby

Die Dauer einer Schwangerschaft lässt sich mit 9 Kalender-Monaten oder 40 Wochen benennen. Doch genau betrachtet ist eine Frau in den ersten zwei Wochen noch gar nicht schwanger sondern wartet auf den Eisprung. Da aber die Berechnung der Schwangerschaft mit dem ersten Tag der letzten Menstruation beginnt, werden diese beiden Wochen gewissermaßen unberechtigt hinzu addiert.

Das Warten auf das Baby fällt Frauen mit wachsendem Babybauch zunehmend schwer. Zunächst wollen vielleicht die Wochen der Übelkeit kaum vergehen und auch danach wird den Schwangeren die Zeit lang. Zwar geben diagnostische und bildgebende Untersuchungen immer mal wieder Einblicke in das Geschehen jenseits der Bauchdecke, doch wie das Baby aussehen wird und wie es sich mit einem Kind lebt, vermag keine Untersuchung vorauszusagen.

Angenehmer oder unangenehmer Schwangerschaftsverlauf?

Auf dem Buchmarkt und im Internet werden für werdende Eltern mittlerweile viele Schwangerschaftskalender und Bücher mit umfassenden Informationen über den Schwangerschaftsverlauf angeboten. Hier finden Schwangere Einzelheiten über die Entwicklung Ihres Babys im Bauch.

Den errechneten Entbindungstermin wird sich vermutlich jede Schwangere rot im Kalender anstreichen. Je näher der Termin rückt, desto nervöser wird sie. Sorgen über den Geburtsschmerz machen sich breit, ebenso die Angst, dass bei der Geburt etwas schief gehen könnte. Hier sind Geburtsvorbereitungskurse eine gute Möglichkeit, sich zu informieren und die Angst nehmen zu lassen. Sie starten einige Wochen vor dem errechneten Termin. Mit genauen Kenntnissen über den Geburtsverlauf gehen Frauen entspannter in die Entbindung und können notwendige Entscheidungen besser nachvollziehen und mit beeinflussen.

Ist der Tag der erwarteten Geburt endlich erreicht, muss es nicht unbedingt gleich in den Kreißsaal gehen. Viele Frauen entbinden an einem anderen als dem errechneten Tag. Wird das Baby über den Entbindungstermin ausgetragen, spricht man vom „übertragen“ des Kindes. Von jetzt an wird meist täglich am CTG der Herzschlag und die Wehentätigkeit gemessen. Spätestens eine Woche nach dem Termin geraten manche Frauen in Panik und fürchten einen Kaiserschnitt weil das Baby womöglich zu groß wird. Doch zu diesem Zeitpunkt ist das Wachstum des Kindes sehr viel langsamer als in den Wochen zuvor, so dass die Aufregung meist unnötig ist. Etwa zehn Tage nach dem errechneten Termin entscheiden Ärzte, ob sie die Geburt einleiten. Hierbei werden wehenfördernde Mittel in Form von Vaginal-Zäpfchen oder einem Wehentropf gegeben.

Schließlich und endlich kommen sie alle irgendwann heraus und dann beginnt das Warten erneut: Auf das erste Lächeln, den ersten Zahn, den ersten Brei, …

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